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Extensivwiese in der Gemeinde Forstinning

Schon letztes Jahr hat der LPV eine Ausgleichsfläche der Gemeinde Forstinning mit einer artenreichen Blühmischung eingesät. Schon im nächsten Frühjahr blühte der erste Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) welcher als Nektarquelle für Bläulinge (Lycaenidae) über Weißlinge (Pieris) bis hin zum Schwalbenschwanz (Papilio machaon) dient. Auch die Acker-Witwenblume (Knautia arvensis) befindet sich auf der Blühwiese welche neben den Schmetterlingen auch zahlreiche andere Insekten wie Käfer und Bienen anlockt. Diese Wiese unterliegt einer extensiven Bewirtschaftung und wird maximal zweimal im Jahr vom LPV gemäht und regelmäßig gepflegt. Genauso findet weder eine Düngung statt noch werden Pflanzenschutzmittel eingesetzt.   

 

Trauer-Rosenkäfer / Oxythyrea funesta

Der Trauer-Rosenkäfer wurde Anfang der 1990er Jahre erstmalig in Mecklenburg-Vorpommern gefunden. 2002 wurden die Käfer sogar erstmals im kühlen Bayerischen Wald bei Haidmühle über 700 m Höhe beobachtet, was für eine wärmeliebende Steppenart mehr als außergewöhnlich ist. Der Trauerrosenkäfer besitzt einen deutlich positiven Bestandstrend und kann als Klimagewinner gelten, da sich die Klimabedingungen für den wärmeliebenden Käfer derzeit verbessern. Die Art ist in Bayern und sogar ganz Deutschland in der Roten Liste als stark gefährdet eingestuft und bisher aus unserem Landkreis nicht bekannt. Jedoch gab es nun einen Erstnachweis auf einer Pflegefläche des LPV in der Katzenreuther Filze. Die Käfer sind durch ihre schwarze Färbung, den weißen Flecken und einer struppigen weißen Behaarung leicht zu erkennen. Sie sind ca. 8 – 13 mm lang und ihre 25 mm langen Larven oder Engerlinge leben im Boden und morschen Holz. Der Trauer-Rosenkäfer ist bevorzugt an sonnigen Waldrändern, auf blütenreichen Wiesen, Mager- und Trockenrasen sowie in Steppen und Heiden anzutreffen. Schädlich sind die Käfer nicht, sie ernähren sich hauptsächlich von Blütenpollen und Wurzeln.